Nutzen von Zeitguthaben zur Weiterbildung und Weiterentwicklung mit ... |
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JobrotationDas Modell der Jobrotation ist vor allem durch seine erfolgreiche Anwendung in Skandinavien bekannt geworden. Insbesondere in Dänemark sind in den 90er Jahren bemerkenswerte Erfolge erzielt worden. Das dänische Jobrotation-Modell hat europaweit für Furore gesorgt und ist zumindest in Projekten auch in Deutschland schon mit großem Erfolg erprobt worden. Der QualifizierungsaspektDie Ziele, die in Skandinavien ursprünglich mit dem Modell der Jobrotation verbunden waren, sind inzwischen verändert worden. Dem vormaligen Grundgedanken einer Umverteilung der Arbeit unter dem Druck hoher Arbeitslosigkeit und dem Aspekt einer flexiblen Jahres- oder Lebensarbeitszeit steht inzwischen der Gedanke des lebenslangen Lernens gleichberechtigt an der Seite. Jobrotation ist ein Modell, das die Freistellung zur Weiterbilung erleichtert. Das Faszinierende des Konzepts der Jobrotation besteht in der Kombination vernünftiger Ziele. Um Ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, müssen Unternehmen in einer dynamischen Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft das Know-how ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer wieder auf den neuesten Stand bringen. Berufliche Weiterbildung des Personals bringt Abwesenheitszeiten mit sich, die das Tagesgeschäft beeinträchtigen - ein Hemmnis, das den Weiterbildungserfordernissen entgegensteht. Das Modell der Jobrotation bietet hier die Lösung. Die Unternehmen regen ihre Belegschaften zur Qualifizierung an. Gleichzeitig können für die Dauer der Qualifizierungsmaßnahme durch die Vermittlung von Stellvertretern Arbeitslosen zusätzliche Anreize und Chancen auf eine Anstellung im Unternehmen verschafft werden. Nimmt eine Arbeitnehmerin oder ein Arbeitnehmer an einer Weiterbildungsmaßnahme teil, besetzt ein zuvor gezielt auf seine Eignung geprüfter Arbeitsloser die frei werdende Stelle für den Zeitraum der Abwesenheit des Stelleninhabers. Das Verfahren funktioniert auch bei betriebsinterner Rotation: Wechselt ein Belegschaftsmitglied in die qualifizierungsbedingt frei werdende Position, übernimmt der Stellvertreter dessen Funktion. Vorteile für den Betrieb:
Vorteile für die Arbeitnehmer:
Bedenkenswert bleibt:Es gibt auch Aspekte, die nachdenklich stimmen oder zumindest noch geklärt werden müssen:
Jobrotation in DeutschlandAuch in Deutschland liegen seit 1995 vielfältige Erfahrungen aus Projekten vor, die positiv stimmen. Die europaweite Ausbreitung von Jobrotation in bisher vierzehn Ländern ist im wesentlichen auf die EU-Gemeinschaftsinitiative ADAPT von 1995 zurückzuführen. Inzwischen beschäftigen sich etwa 30 Einrichtungen in Deutschland mit dem Thema Jobrotation. Den inhaltlichen Austausch der Projekte organisiert der Verein Jobrotation - Verein zum lebenslangen Lernen in Berlin und die Nationale Unterstützungsstelle ADAPT in Bonn. Eine Studie erhob die Ergebnisse von 25 dieser Projekte: Beteiligte
Einzel- und Gruppenmaßnahmen
Anzahl der freigestellten Beschäftigten nach Qualifizierungsgruppen
Anzahl der Stellvertreter/innen nach Bildungsmaßnahmen (Theorie & Praxis)
Anzahl der Stellvertreter/innen nach Dauer des praktischen Einsatzes
Ganz wesentlich ist bei dem Konzept der Jobrotation die maßgeschneiderte Qualifizierung der Stellvertreter und der Mitarbeiter. Der frühere Landesarbeitsminister in Nordrhein-Westfalen, Axel Horstmann, forderte 1997 bereits zu Recht:
BeratungNordrhein-westfälische Unternehmen, die Jobrotation einführen wollen, können sich beraten lassen.
Jobrotation NRW Dr. Friedhelm Keuken Im Blankenfeld 4 46238 Bottrop Tel.: (0 20 41) 76 7 - 27 2 Fax: (0 20 41) 76 7 - 29 9 E-Mail: f.keuken@gib.nrw.de |
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