Schichtarbeit

PROJEKTLOGO


Modellbeschreibung

Unter dem Arbeits(zeit)modell der Schichtarbeit wird die Aufteilung der betrieblichen Arbeitszeit in mehrere Zeitabschnitte mit versetzten Anfangszeiten beziehungsweise unterschiedlicher Lage sowie unter Umständen unterschiedlicher Dauer verstanden. Auf diese Weise kann die tägliche Betriebszeit in unterschiedliche Zeitabschnitte unterteilt werden, wobei jeweils eine Gruppe von Schichtarbeitern durch eine andere Gruppe an demselben Arbeitsplatz abgelöst wird. Ziel dieser Arbeitsablösung ist, die Betriebszeit über die individuelle Arbeitszeit auszudehnen, so dass Produktions-, Service- oder Ansprechzeiten unabhängig von den Anwesenheitszeiten einzelner Mitarbeiter verlängert werden können. Weiter ...


Varianten der Schichtarbeit

Bei der Gestaltung von Schichtarbeitssystemen sind zahlreiche Variationsmöglichkeiten vorhanden. So reicht die Spannbreite der praktizierten Schichtsysteme von einfachen, diskontinuierlichen Einschicht- oder Zweischichtmodellen (z. B. Tagschicht und Nachtschicht im Wechsel außerhalb des Produktionsbereichs) über Teilzeit-Vollzeit kombinierte Schichtmodelle bis hin zu vollkontinuierlichen Schichtsystemen, mit deren Hilfe ein Rund-um-die-Uhr-Schichtbetrieb und die Sicherstellung der fortlaufenden Arbeit an Wochenenden und Feiertagen ermöglicht werden kann. Weiter ...


Warum Schichtarbeit? Vor- und Nachteile des Modells

Sowohl der steigende Wettbewerbsdruck als auch die zunehmende Technisierung der Arbeitsabläufe führen dazu, dass Kosteneinsparungen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und die Amortisation erhöhter Investitionskosten insbesondere durch eine effektivere Ausnutzung der Produktionsanlagen, einer Ausdehnung der Maschinenlaufzeiten, einer besseren Gewährleistung der Arbeitsplatzausnutzung und einer Verbesserung der Kapazitätsauslastung erreicht werden können.
Ein Instrument, um diese Ziele zu erreichen, ist die Entkopplung von individuellen Arbeitszeiten und betrieblichen Funktionszeiten. Weiter ...


Verschiedene Tipps zur Einführung von Schichtarbeit

Schichtarbeit ist bei allen betriebswirtschaftlichen Vorzügen ein Flexibilisierungsinstrument, das bei nicht optimaler Gestaltung sowohl soziale und gesundheitliche Belastungen auf Seiten der Arbeitnehmer nach sich ziehen kann als auch zu einer nicht optimalen Betriebsorganisation führt. Um diese Beeinträchtigungen zu vermeiden und die Arbeitszufriedenheit und somit die Leistungsfähigkeit der Schichtarbeiter zu erhöhen, sollten im Rahmen der Einführung und Gestaltung von Schichtarbeitssystemen verschiedene Grundsätze beachtet und verwirklicht werden. Weiter...





Modellbeschreibung

Unter dem Arbeits(zeit)modell der Schichtarbeit wird die Aufteilung der betrieblichen Arbeitszeit in mehrere Zeitabschnitte mit versetzten Anfangszeiten beziehungsweise unterschiedlicher Lage sowie unter Umständen unterschiedlicher Dauer verstanden. Auf diese Weise kann die tägliche Betriebszeit in mehrere Zeitabschnitte unterteilt werden, wobei jeweils eine Gruppe von Schichtarbeitern durch eine andere Gruppe an demselben Arbeitsplatz abgelöst wird. Ziel dieser Arbeitsablösung ist, die Betriebszeit über die individuelle Arbeitszeit auszudehnen, so dass Produktions-, Service- oder Ansprechzeiten unabhängig von den Anwesenheitszeiten einzelner Mitarbeiter verlängert werden können. Die Betriebszeit kann somit, in Abhängigkeit von der Dauer der täglichen Betriebszeit (z. B. 6.00 bis 22.00 Uhr oder Rund-um-die-Uhr), in verschiedene Schichten, wie Früh-, Spät-, Nacht- und Freischicht, eingeteilt werden.
Die gesetzliche Grundlage für die Gestaltung von Schichtarbeitssystemen ist das Arbeitszeitgesetz (ArbZG). Die Gestaltungsspielräume über Lage und Dauer sowie über Verteilung und Rhythmus der Arbeitszeit werden hier geregelt. Gleichzeitig wird im ArbZG den Tarifpartnern jedoch auch eine verhältnismäßig große Handlungsautonomie zugebilligt, so dass Schichtarbeitssysteme in Abhängigkeit von den betrieblichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen sehr unterschiedlich gestaltet sein können.
Obwohl Schichtarbeit unter anderem aufgrund der Unregelmäßigkeit der Arbeitszeit zu wechselnden Tageszeiten aus sozialen und gesundheitlichen Gründen für den Arbeitnehmer nicht unproblematisch ist, ist dieses flexible Arbeitszeitmodell aus technologischen, produktionstechnischen, wirtschaftlichen und versorgungsinfrastrukturellen Gründen in vielen Branchen und Unternehmen nicht wegzudenken.

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Varianten der Schichtarbeitszeit

Bei der Gestaltung von Schichtarbeitssystemen sind zahlreiche Variationsmöglichkeiten vorhanden. So reicht die Spannbreite der praktizierten Schichtsysteme von einfachen, diskontinuierlichen Einschicht- oder Zweischichtmodellen (z. B. Tagschicht und Nachtschicht im Wechsel außerhalb des Produktionsbereichs) über Teilzeit-Vollzeit kombinierte Schichtmodelle bis hin zu vollkontinuierlichen Schichtsystemen, mit deren Hilfe ein Rund-um-die-Uhr-Schichtbetrieb und die Sicherstellung der fortlaufenden Arbeit an Wochenenden und Feiertagen ermöglicht werden kann. Bei all diesen Schichtsystemen kann zwischen Wechselschichtsystemen, bei welchen der Betrachtungszeitraum des Wechsels einem Tag entspricht, und rollierenden Schichtsystemen unterschieden werden, bei welchen das Schichtsystem innerhalb einer Woche oder einem längeren Zeitraum durchlaufen wird.
Ein Beispiel für ein diskontinuierlich rollierendes Schichtsystem wird in dem folgenden Schichtplan dargestellt:


Diskontinuierliches System mit sonntäglichem Produktionsstillstand und kurzzyklischer Vorwärtsrotation. Gearbeitet wird in sieben Schichtbelegschaften und einer individuellen regelmäßigen Wochenarbeitszeit (IRWAZ) von 37,42 Arbeitsstunden pro Woche. Samstags wird darüber hinaus nur in der Frühschicht gearbeitet, dafür aber mit Dreifachbesetzung. Eine Schicht setzt sich aus mindestens zwei Schichtbelegschaften zusammen.

 

Mo

Di

Mi

Do

Fr

Sa

So

Mo

Di

Mi

Do

Fr

Sa

So

Mo

Di

Mi

Do

Fr

Sa

So

Woche 1

Woche 2

Woche 3

A

B

C

D

E

F

G

Woche 4

Woche 5

Woche 6

A

B

C

D

E

F

G


Frühschicht

Spätschicht

Nachtschicht

Freischicht


Quelle: eigenes Schema nach Beermann 2000; Erlewein/Hofmann 2001
Druckversion des Schichtplans als pdf-Datei


Da in diesem und in den folgenden Beispielen die vom Unternehmen gewünschte Betriebszeit wesentlich länger ist als die individuelle Arbeitszeit der einzelnen Arbeitnehmer, wurde ein Schichtsystem mit einer rollierenden Sechs-Tage-Woche eingeführt, bei dem am Samstag jedoch nur die Frühschicht stattfindet. Die einzelnen Schichten (Früh-, Spät-, Nacht-, Freischicht) rollieren mit kurzen Zyklen durch die Arbeitswochen, so dass die Schichtarbeiter nicht zu lange zu den jeweiligen Tageszeiten arbeiten. Dadurch können die Belastungen besonders in der Nachtschicht gering gehalten werden. Die Freischichten dienen der Regeneration und der Gewährleitung des Zeitausgleichs zwischen der vereinbarten und tatsächlich abgeleisteten Arbeitszeit. Um zu vermeiden, dass freie Tage die Arbeitsblöcke beziehungsweise Arbeitswochen zu sehr zerstückeln und um alle Mitarbeiter in regelmäßigem Abstand in den Genuss eines langen Wochenendes kommen zu lassen, rollieren auch die freien Wochentage durch die Wochen. Dieses Grundprinzip wird auch durch die nachfolgende Darstellung einer Freizeitregelung verdeutlicht:


Beispiel einer Freizeitregelung in einem rollierenden Schichtsystem

 

Mo

Di

Mi

Do

Fr

Sa

So

Mo

Di

Mi

Do

Fr

Sa

So

Mo

Di

Mi

A

                                 

B

                                 

C

                                 

D

                                 

E

                                 

F

                                 

Quelle: eigenes Schema nach Beermann 2000; Erlewein/Hofmann 2001
Druckversion des Schichtplans als pdf-Datei


Schichtregelungen ermöglichen trotz der weniger guten Anpassungsfähigkeit auf das Arbeitsaufkommen neben einer guten Planbarkeit der Arbeitskräfte somit auch eine Gewährleistung der Ausgeglichenheit bezüglich der Lage der freien Tage.
Das Prinzip des rollierenden Schichtsystems tritt noch deutlicher zu Tage, wenn, wie in dem folgenden Schichtplan abgebildet, eine kontinuierliche Betriebszeit eingeführt worden ist:


Vollkontinuierliches Drei-Schichtsystem mit fünf Schichtbelegschaften und einer IRWAZ von 33,6 Stunden

Gr

Mo

Di

Mi

Do

Fr

Sa

So

Mo

Di

Mi

Do

Fr

Sa

So

Mo

Di

Mi

Do

Fr

Sa

So

Woche 1

Woche 2

Woche 3

A

B

C

D

E

 

Woche 4

Woche 5

Woche 6

A

B

C

D

E


 

Frühschicht

 

Spätschicht

 

Nachtschicht

 

Freischicht


Quelle: eigenes Schema nach Beermann 2000; Erlewein/Hofmann 2001
Druckversion des Schichtplans als pdf-Datei


Auch hier ist erneut ein kurzzyklisches Vorwärtsrotieren der Schichten festzustellen. Da das Schichtsystem in diesem Falle jedoch nicht durch einen freien Sonntag unterbrochen wird, ist die Schichtfolge in diesem vollkontinuierlichen Schichtplan wesentlich regelmäßiger. Nach zwei Tagen Früh-, zwei Tagen Spät- und zwei Tagen Nachtschicht folgt automatisch ein längerer Freizeitblock, der zum einen automatisch in regelmäßigen Abständen und gut in die persönliche Freizeitplanung integrierbar auf ein Wochenende fällt und zum anderen gemäß den Gestaltungsempfehlungen für Schichtsysteme immer auf eine Nachtschicht folgt.


Flexibilisierung von Schichtsystemen

Die bisherigen Ausführungen haben gezeigt, dass das traditionelle Schichtsystem „fünf Tage Früh-, fünf Tage Spät-, fünf Tage Nachtschicht“ nur noch selten in dieser Form umgesetzt wird und zunehmend flexibilisiert und verfeinert wird.
Während die individuellen Arbeitszeiten der Schichtarbeiter in den oben beschriebenen Schichtsystemen jedoch noch überwiegend starr sind, gibt es im Rahmen der Kombination von Schichtmodellen mit anderen Modellen der Arbeitszeitflexibilisierung weitere Möglichkeiten, die Flexibilisierung von Schichtsystemen zu verfeinern. So ist es sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer beispielsweise möglich, regelmäßig eine flexible oder festgelegte Stundenzahl im Verhältnis zur tariflichen oder vertraglichen Arbeitszeit mehr oder weniger zu arbeiten, um das entstehende Zeitguthaben in Form einer sogenannten Ausgleichs- oder Dispositionsschicht abzurufen.
Auch ist es bei feststehendem Zeitpunkt für den Schichtwechsel abhängig vom Arbeitsaufkommen möglich, Arbeitsbeginn und Arbeitsende der Schichten mit Hilfe von Arbeitszeitkonten flexibel zu handhaben (Schichtsysteme mit variablen Arbeitsbeginn und -ende). Genauso ist es abhängig von der Auftragslage auch denkbar, die Schichtdauer mit Vorankündigung zu variabilisieren. Praktizierbar ist hier beispielsweise, dass abhängig von der Auftragslage die konkrete Schichtlänge bei einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 35 Stunden und einem variablen Ausgleichszeitraum zwischen null und 45 Arbeitsstunden pro Woche schwankt (Jahresschichtpläne mit Abweichungsmöglichkeit und gleitendem Ausgleichszeitraum, siehe auch „Arbeitszeitkorridor“ auf der Seite Arbeitszeitkonten).

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Warum Schichtarbeit? Vor- und Nachteile des Modells

Sowohl der steigende Wettbewerbsdruck als auch die zunehmende Technisierung der Arbeitsabläufe führen dazu, dass Kosteneinsparungen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und die Amortisation erhöhter Investitionskosten insbesondere durch eine effektivere Ausnutzung der Produktionsanlagen, einer Ausdehnung der Maschinenlaufzeiten, einer besseren Gewährleistung der Arbeitsplatzausnutzung und einer Verbesserung der Kapazitätsauslastung erreicht werden können.
Ein Instrument, um diese Ziele zu erreichen, ist die Entkopplung von individuellen Arbeitszeiten und betrieblichen Funktionszeiten. Dieses Ziel kann mit Hilfe von Schichtarbeitssystemen problemlos erreicht werden, da mit Hilfe dieses Arbeitszeitmodells die tägliche Betriebszeit verlängert werden kann, ohne zuschlagspflichtige Überstunden vergüten zu müssen.
Trotz dieser Vorteile bergen Schichtarbeitssysteme natürlich auch Nachteile und Risiken. So sind neben dem erhöhten Organisations- und Kooperationsaufwand auf der Arbeitgeberseite, der zusätzliche Kapazitäten bindet, insbesondere die verhältnismäßig hohe psychische und physische Belastungen für die Arbeitnehmer, die wiederum Auswirkungen auf den Krankenstand und die Leistungsfähigkeit haben, zu nennen. Die gesundheitlichen und sozialen Belastungen der Schichtarbeit können abhängig vom Schichtsystem jedoch relativiert werden. Die Schichten sollten daher, z. B. durch eine Verlängerung der Schichtrhythmen bei Wechselschicht oder durch eine Aufstockung des Schichtmodells auf ein Vier-Schichtsystem, bezüglich ihrer Lage und Dauer so geplant werden, dass die Arbeitsbelastung des Einzelnen nicht zu hoch wird. Weitere Tipps für die Einführung von Schichtarbeit nennt der folgende Abschnitt.

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Verschiedene Tipps zur Einführung von Schichtarbeit

Schichtarbeit ist bei allen betriebswirtschaftlichen Vorzügen ein Flexibilisierungsinstrument, das bei nicht optimaler Gestaltung sowohl soziale und gesundheitliche Belastungen auf Seiten der Arbeitnehmer nach sich ziehen kann als auch zu einer nicht optimalen Betriebsorganisation führt. Um diese Beeinträchtigungen zu vermeiden und die Arbeitszufriedenheit und somit die Leistungsfähigkeit der Schichtarbeiter zu erhöhen, sollten im Rahmen der Einführung und Gestaltung von Schichtarbeitssystemen verschiedene Grundsätze beachtet und verwirklicht werden.

Die Gestaltung von Schichtarbeitssystemen ist jedoch sehr komplex. An dieser Stelle können daher nur einige Aspekte angesprochen und nur eine Auswahl von Empfehlungen ausgesprochen werden. Zur expliziten Einführung eines Schichtsystems in Ihrem Unternehmen sollten Sie sich an einen professionellen Berater wenden, der mit Ihnen den Einführungs- und Veränderungsprozess fachlich und moderatorisch begleitet. BEST-ZEIT hat für Sie verschiedene Ansprechpartner und Experten im Themenfeld Arbeitszeitflexibilisierung zusammengestellt, an die Sie sich bei Bedarf wenden können.


Analysieren Sie zu Anfang intensiv Ihre Anforderungen an das zukünftige Schichtsystem und beantworten Sie sich selbst die folgenden Fragen:
  • Wieviele Schichten benötigen Sie? Soll der Betrieb vollkontinuierlich geführt werden oder reichen Früh- und Spätschicht?
  • Wie wollen Sie die Schichtübergabe organisieren? Ist hierfür ein Überschneidungszeitraum der Schichten notwendig?
  • Wie sind die Wünsche der Beschäftigten hinsichtlich der Schichtzuordnung? Sollen alle Schichten von jeder Gruppe turnusmäßig durchlaufen werden (Wechselschicht) oder gibt es Schichtarbeiter, die bestimmte Schichten fest übernehmen wollen?
  • Müssen alle Schichten (auch Nacht- und Wochenendschicht) gleich stark besetzt werden?
  • Wollen oder können Sie Teilzeitkräfte in das Schichtsystem integrieren?
  • Gibt es unbedingt erforderlich Zeitpunkte für den Schichtbeginn und das Schichtende oder können Sie diese flexibilisieren?
  • Wollen Sie im Rahmen der Schichtarbeit mit Arbeitszeitkonten arbeiten, die es den Mitarbeitern ermöglichen, Zeitguthaben bzw. -schulden aufzubauen und Dispositionsschichten zu nehmen?
  • Wollen Sie einen festen langfristigen Schichtplan erstellen oder benötigen Sie in Abhängigkeit von den Rahmenbedingungen kurzfristige und regelmäßig neu zu erstellende Schichtpläne? Welche Vor- und Nachteile bieten beide Varianten?
  • Wollen Sie das Schichtsystem mit anderen Modellen der Arbeitszeitflexibilisierung, wie z. B. Zeitkonten, Gleitzeit oder Teilzeit, kombinieren?
  • Ist es sinnvoll, möglich und erwünscht die Organisation und Koordinierung der Einsatzzeiten in die Hände zeitautonomer Gruppen zu legen und diese ihre Schichtpläne und somit die Arbeitserfüllung selbstverantwortlich organisieren zu lassen?
  • Wie wollen Sie saisonale Schwankungen mit Ihrem Schichtsystem ausgleichen?
  • Welche Möglichkeiten haben Arbeitgeber und Arbeitnehmer innerhalb des Schichtsystems, zusätzliche Schichten einzufordern bzw. Dispositionsschichten zu nehmen? Wissen Sie über die gesetzlichen und tariflichen Regelungen Bescheid?
  • Wie werden besonders belastende Schichten vergütet? Welche gesetzlichen Grundlagen gibt es diesbezüglich?
  • Haben Sie die Belegschaft bzw. den Betriebsrat in die Planungen für die Änderung des bestehenden Arbeitszeitsystems miteinbezogen?
  • Wieviele Arbeitsplätze müssen Sie zu den verschiedenen Arbeitszeiten besetzen und wieviele Beschäftigte sind dazu optimalerweise notwendig?
  • Steht eine ausreichende Anzahl qualifizierter Arbeitskräfte in allen Schichten zur Verfügung?
  • Haben Sie bei Erwägungen zu Einsparungen von Arbeitskräften die steigende Beanspruchung der verbleibenden Beschäftigten berücksichtigt?
  • Ist es möglich auf starre Anfangszeiten zu verzichten und stattdessen eine individuelle Einflussnahme der Beschäftigten z. B. in Form gleitender Anfangszeiten zu ermöglichen?

 Gestaltungsempfehlungen zur Einführung von Schichtsystemen:
  • Der regelmäßige Wechsel zwischen Früh- und Spätschichten sollte in nicht zu langen Abständen erfolgen, um auf der einen Seite die Teilnahme am sozialen Leben zu ermöglichen und auf der anderen Seite die Belastung nicht zu groß werden zu lassen.
  • Der Frühschichtbeginn sollte nicht zu früh beginnen.
  • Die Schichten sollten vorwärts rollieren.
  • Es sollten keine ungünstigen Schichtfolgen, wie "Nachtschicht - Freischicht - Frühschicht" entstehen.
  • Es sollten keine einzelnen Arbeitstage entstehen, die Freizeitblöcke unterbrechen.
  • Schichtpläne sollten übersichtlich und vorhersehbar sein, um die Freizeit planbar zu machen.
  • Die Länge der Schichten sollte an die Arbeitsbelastung bestimmter Arbeitsplätze angepasst sein.
  • Es sollten zusammenhängende (Wochenend-)Freizeitblöcke angestrebt werden.
  • Es sollten keine Schaukelschichten entstehen, wie z. B.: Frühschicht - Spätschicht - Frühschicht - Spätschicht etc.
  • Die personelle Zusammensetzung der Schichtbelegschaft sollte konstant sein.
  • Es sollten pro Arbeitnehmer maximal drei Nachtschichten aufeinanderfolgen, um den Biorhythmus und die Gesundheit nicht allzu sehr zu belasten. Darüber hinaus sollte nach der Nachtschichtphase eine mindestens 24-stündige Freischicht erfolgen.
  • Zusätzliche Belastungen sollten mehr als bei allen anderen flexiblen Arbeitszeitmodellen durch Freizeit ausgeglichen werden.
  • Freie Tage sollten am Block und möglichst am Wochenende genommen werden.
  • Starre Schichtsysteme sollten zur Erhaltung der Flexibilisierung vermieden werden.
  • Die persönlichen Interessen der Arbeitnehmer sollten berücksichtigt werden.

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